Projekttitel
Katja Meirowsky
Objektbeschreibung

* 1920 in Spremberg; † 7. September 2012 in Potsdam
 
Malerin
 
Ihrer künstlerischen Begabung folgend, studierte Katja Meirowsky (1920 - 2012) von 1938 bis 1942 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. In der Zeit des Nationalsozialismus unterstützte sie aktiv die Widerstandsgruppe „Rote Kapelle“ und versteckte Menschen aus dem politischen Untergrund in ihrem Atelier. Von der Gestapo gesucht, floh sie mit ihren Eltern – ihre Mutter war Jüdin, ihr Vater Kommunist – nach Polen, wo die Familie in der Illegalität lebte.
 
1945 kehrte Katja Meirowsky nach Berlin zurück und gehörte bald zum Künstlerkreis um die Galerie Gerd Rosen und die Galerie Bremer, die avantgardistische Kunst des 20. Jahrhunderts ausstellten. Zusammen mit Alexander Camaro, ihrem späteren Ehemann Carl Meirowsky, Jeanne Mammen, Werner Heldt und weiteren Künstlern zählte sie 1949 zu den Gründungsmitgliedern des legendären Kabaretts „Die Badewanne“. Ab 1953 lebten Katja und Carl Meirowsky dauerhaft auf Ibiza. Hier schloss sich die Malerin gemeinsam mit Hans Laabs und Heinz Trökes, ihren Freunden seit der Kabarett-Zeit, der „Grupo Ibiza 59“ an, die Künstler verschiedener Nationalitäten auf der Insel vereinte. Im Jahr 2000 kehrte Katja Meirowsky nach Deutschland zurück. Sie wohnte zunächst in Berlin, dann in Potsdam.
 
Im Laufe von sieben Jahrzehnten wurden ihre Werke in Berlin, Hamburg, Mannheim, London, Madrid, Florenz, New York und vielen anderen Städten ausgestellt.