Projekttitel
Rolf Curt
Objektbeschreibung

* 22. Januar 1931 in Dortmund; † 14. August 2006 in Berlin
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Rolf Curts umfangreiches Œuvre reicht von der Druckgrafik bis zum großformatigen Ölbild, von figurativen über phantastisch-surreale bis zu abstrakten Arbeiten, von der Raumgestaltung bis zu Kunstaktionen.
Curt verbringt seine Kindheit in Senzig bei Königs Wusterhausen. Bereits als 18-Jähriger hat er mit 28 Kriegsbildern in Königs Wusterhausen seine erste Ausstellung. Um Maler zu werden, besucht er zunächst die Vorklasse der Meisterschule für Kunsthandwerk und studiert anschließend von 1951 bis 1957 an der Berliner Hochschule für Bildende Künste. Hier wird er 1956 Meisterschüler bei Max Kaus, der ebenso wie der Hochschuldirektor Karl Hofer und die Professoren Max Pechstein und Karl Schmidt-Rottluff im Nationalsozialismus zu den verfemten Künstlern gehörte. Nach dem Studium ist Curt als freischaffender Maler tätig und macht sich besonders mit Radierungen zu Berlin-Motiven einen Namen. 1959 erhält er den Ernst-Reuter-Preis für Grafik. Um ein regelmäßiges Einkommen für seine Familie zu sichern, ist er von 1960 bis 2005 im Büro des renommierten Architekten Fritz Bornemann als Grafiker, Modellbauer und Bauzeichner tätig. Trotz knapper Freizeit bleibt ihm die eigene künstlerische Arbeit wichtig. So entstehen vor allem in nächtlichen Stunden Radierungen, Lithografien, Siebdrucke und Ölbilder. Urlaubsaufenthalte auf Fehmarn und Bornholm, im Allgäu oder am Lago Maggiore nutzt der Maler für eine intensive künstlerische Arbeit. Ab 1958 sind Curts Bilder in vielen Einzel- und Gruppenausstellungen in Deutschland, Frankreich und Österreich zu sehen. Gemeinsam mit anderen Künstlern gründet er 1970 die „Gruppe 70“. Ihre Mitglieder verstehen sich als „Berliner Realisten, phantastische Realisten und Surrealisten“ und betreiben von 1978 bis 1984 in Berlin-Charlottenburg eine eigene Galerie. Arbeiten des Künstlers befinden sich u.a. im Berliner Kupferstichkabinett, im New Yorker Museum of Modern Art und in der Stiftung Stadtmuseum Berlin.