Projekttitel
Ivo Hauptmann
Objektbeschreibung

* 9. Februar 1886 in Erkner bei Berlin, † 28. September 1973 in Hamburg
 
Maler
 
Ivo Hauptmann verbringt mehr als die Hälfte seines Lebens in Hamburg, wo er einer der wichtigsten Maler der Stadt wird. Von 1928 bis 1933 ist er Mitglied und ab 1932 Vorsitzender der Hamburgischen Sezession.
Schon früh bekundet er, Maler werden zu wollen. Sein Vater, der spätere Literatur-Nobelpreisträgers Gerhart Hauptmann, richtet ihm 1900 das erste Atelier ein. Zwischen 1903 und 1909 studiert Hauptmann u.a. in Paris, in Berlin als Schüler von Lovis Corinth und an der Kunstakademie Weimar. In Paris befreundet er sich mit Paul Signac, der ihn an die pointillistische, neoimpressionistische Malweise heranführt. In den folgenden zehn Jahren gilt Hauptmann als führender Vertreter des Pointillismus in Deutschland.
1914 wird er Mitbegründer der Freien Secession in Berlin. Während der 1920er Jahre verbinden sich in Hauptmanns Kunst Stilelemente des Neoimpressionismus und des Expressionismus. Er entwickelt daraus seinen eigenen Stil: eine fein differenzierte, starkfarbige Malerei mit rahmenden, klaren Konturen. 1933 löst sich die Hamburgische Sezession selbst auf, um nicht der Aufforderung der Nationalsozialisten zu folgen, die jüdischen Mitglieder auszuschließen. Als sich 1945 die Hamburgische Sezession ein zweites Mal konstituiert, wird Hauptmann ihr Vorsitzender. Nach der Gründung der Freien Akademie der Künste Hamburg, an der er 1950 aktiv beteiligt ist, hat er von 1955 bis 1965 das Amt des Vize-Präsidenten inne. Im selben Zeitraum unterrichtet Hauptmann an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg, deren Ehrenpräsident er 1965 wird. Ab Mitte der 1950er Jahren richten zahlreiche deutsche Museen Retrospektiven mit seinen Werken aus. Bilder des Malers befinden sich u.a. im Pariser Musée d'Orsay, in der Kunsthalle Hamburg, den Schleswig-Holsteinischen Landesmuseen Schloss Gottorf, der Ostdeutschen Galerie Regensburg und in privaten Sammlungen.