Titel
Wilhelm Lachnit
Beschreibung

* 12. November 1899 in Gittersee bei Dresden; † 14. November 1962 in Dresden
 
Deutscher Maler
 
Wilhelm Lachnit gehört zu den wichtigsten Vertretern der Dresdner Kunst im 20. Jahrhundert, besonders der Neuen Sachlichkeit.
1921, nach einer Lehre, beginnt er ein Studium an der Dresdner Kunstakademie, das er als Meisterschüler von Richard Dreher 1923 mit Auszeichnung beendet. Anschließend arbeitet er als freischaffender Maler. Sein künstlerisches Vorbild ist Otto Dix, mit dem ihn später eine Freundschaft verbindet. 1925 wird er Mitglied der KPD und gründet gemeinsam mit Hans Grundig, Fritz Skade und Otto Griebel die „Neue Gruppe”. 1929 wird er Mitbegründer der Dresdner Ortsgruppe der Assoziation revolutionärer bildender Künstler Deutschlands (ASSO). Unter dem NS-Regime wird Lachnit 1933 inhaftiert. Seine Kunst gilt als „entartet“. Während der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wird der größte Teil seines Werkes zerstört. Nach dem Zweiten Weltkrieg knüpft der Maler an die Klassische Moderne an. 1946 ist er mit sieben Arbeiten auf der Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung in Dresden vertreten. In seiner Heimatstadt erhält er 1947 eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste. Zu seinen Schülern zählen u.a. die Maler Manfred Böttcher, Harald Metzkes und Strawalde. Während der Formalismus-Realismus-Debatte in der DDR ist Lachnit Diffamierungen ausgesetzt. Daher sieht er sich gezwungen, 1954 seine Lehrtätigkeit aufzugeben. Danach arbeitet er wieder freischaffend.