Titel
Thilo Maatsch
Beschreibung

* 13. August 1900 in Braunschweig; † 20. März 1983 in Königslutter
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Thilo Maatsch gehört zu den Avantgardisten der zwanziger Jahre, deren Wurzeln in der konstruktiven Abstraktion liegen.
Bereits zu Beginn seiner Entwicklung wird er durch seine geometrisch-abstrakten Farbflächenbilder bekannt. Er arbeitet in seinem Beruf als Lehrer und ist als Künstler Autodidakt. Erste Impulse kommen 1916 von einer Franz-Marc-Ausstellung in der Berliner Sturm-Galerie. Über den Braunschweiger Kunstsammler Otto Ralfs lernt er Künstler des Bauhauses kennen. 1919 und 1921 besucht er Heinrich Vogeler in Worpswede. Schon 1924 sucht Kandinsky für die Sammlung Ralfs ein Ölbild von Maatsch in dessen Atelier aus. Später wird der Künstler in dieser Sammlung mit über 20 Arbeiten vertreten sein. Die erste große Gemeinschaftsausstellung hat er 1925 im Braunschweiger Schloss zusammen mit Johannes Molzahn und Rudolf Jahns.
 
Maatsch ist Mitglied der Novembergruppe. Von 1925 bis 1932 ist er in der Abteilung der Künstlervereinigung in der Großen Berliner Kunstausstellung vertreten. 1927 richtet Herwarth Walden in seiner Sturm-Galerie eine Einzelausstellung mit Grafiken, Aquarellen und Gemälden des Künstlers aus. Durch die Nationalsozialisten erfolgt 1934 der Ausschluss des Malers aus dem Reichsbund Bildender Künstler. Seine Kunst gilt als „entartet“. Nach 1945 arbeitet er wieder als Pädagoge und schafft nach seiner Pensionierung ein umfangreiches Spätwerk.