Titel
Werner Drimecker
Beschreibung

* 19. Juli 1928 in Leipzig; † 25. März 2011 in Bielefeld
 
Deutscher Maler
 
Werner Drimecker baut sich nach dem erschütternden Erlebnis des Zweiten Weltkriegs eine neue ideelle Welt auf und sucht nach einem neuen Ausdruck in der Kunst.
 
Mit dem Abschluss seiner Ausbildung zum Kartografen, die er 1943 begonnen hatte, sichert er sich nach dem Krieg eine beständige Existenzgrundlage. Für kurze Zeit nimmt er Unterricht bei Max Schwimmer an der Staatlichen Akademie für Graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Aufgrund der politischen Entwicklung flüchtet Drimecker 1950 in die BRD.In Bielefeld, seinem Wohnsitz seit 1956, beginnt er neben seiner beruflichen Tätigkeit autodidaktisch zu malen. In seinem Atelier entstehen in den folgenden Jahrzehnten Porträts, Akte und Landschaften, großformatige Ölbilder und abstrakte Kompositionen. Von 1963 bis 1977 leitet der Künstler an der Volkshochschule Bielefeld den Kurs Aquarellmalerei. Nach dem Erlebnis seiner ersten Flugreise beginnt er Ende der siebziger Jahre die „Aerolandschaften“ zu gestalten. Die Landschaft als Struktur wird zu einem wesentlichen Motiv seiner Kunst. In den achtziger Jahren erweitern Materialbilder aus Schaumgummi und Wellpappe sein Œuvre. Nach seiner Pensionierung 1989 intensiviert Drimecker seine künstlerische Tätigkeit. Bis 1998 entsteht sein Hauptwerk, die „Kopflandschaften“. Von 2000 bis 2004 schafft er sein Spätwerk, in dem er das Thema der „Metamorphosen“ aus den achtziger Jahren wieder aufnimmt und neu gestaltet.