Titel
Paul Kuhfuss
Beschreibung

* 4. August 1883 in Berlin; † 24. August 1960 in Berlin
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Paul Kuhfuss ist bei allen Wandlungen seines Stils ein tief naturverbundener Maler geblieben. Nach seinem Pädagogik- und Kunststudium in Berlin arbeitet er ab 1910 als Kunsterzieher. Menzel, Liebermann, Corinth und Slevogt sind seine Vorbilder beim eigenen Malen und Zeichnen. Im Kontakt mit seinen Malerkollegen Harry Deierling, Bruno Krauskopf und Wilhelm Kohlhoff entwickelt er seine künstlerische Handschrift weiter. Erstmals nimmt er 1912 in Landsberg/ Warthe an einer Ausstellung teil. Ab 1913 sind seine Arbeiten regelmäßig in den repräsentativen Berliner Ausstellungen zu sehen. Durch erschütternde Erlebnisse im Ersten Weltkrieg wird sein Stil expressiver. Ende der zwanziger Jahre bringen Reisen nach Italien leuchtende Farben und eine lockere Malweise in seine Bilder.
 
In den dreißiger Jahren reist er in die Fränkische und Sächsische Schweiz sowie an die Ostseeküste. Während des Nationalsozialismus wird er mit Ausstellungsverbot belegt. Er malt im Stillen weiter. Ab 1949 leitet er an der Berliner Textil- und Modefachschule der DDR die Klasse für Akt, Bühnenbild und Kostümgestaltung. Diese Tätigkeit gibt er 1954 auf, da er die Vermittlung dogmatischer Unterrichtsinhalte ablehnt. 1960 wird er Preisträger der Großen Berliner Kunstausstellung am Funkturm.
 
Werke von Kuhfuss befinden sich in bedeutenden deutschen Museen. Sein Nachlass wird im Archiv seiner ehemaligen Atelierwohnung in Berlin-Pankow aufbewahrt.