Titel
Otto Möller
Beschreibung

* 20. Juli 1883 in Schmiedefeld (Thüringen), † 29. Februar 1964 in Berlin
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Otto Möller wird als Vertreter der Berliner Novembergruppe und Expressionist der zweiten Generation bekannt. Mit seinem älteren Bruder Rudolf zusammen absolviert er von 1905 bis 1907 an der Königlichen Kunstschule in Berlin eine Ausbildung zum Zeichenlehrer. Sein Lehrer ist der Freilichtmaler Philipp Franck. 1915 wird er zum Ersten Weltkrieg eingezogen.
Als im Dezember 1918 in Berlin die Novembergruppe gegründet wird, engagiert sich Otto Möller von Anfang an, besonders im Arbeitsausschuss. Ab 1919 ist er in den Ausstellungen der Gruppe vertreten. Neben Georg Tappert, Moriz Melzer, Bernhard Hasler, Rudolf Ausleger u.a. gehört er dem pädagogischen Flügel der Novembergruppe an, der sich für die Verwirklichung der kunstpolitischen Reformen der Gruppe im Bildungsbereich einsetzt. Zur Neugestaltung des Kunstunterrichts wird er 1920 an das Zentralinstitut für Erziehung und Unterricht in Berlin berufen. Dort ist er bis 1940 als Lehrbeauftragter für Methodik und Pädagogik tätig ist. Auch während des Nationalsozialismus arbeitet er im Schuldienst. Da er „nicht der Kunstkammer angehören wollte“, beteiligt er sich nicht mehr an Ausstellungen. Von 1946 bis zu seinem Ruhestand 1955 hat er auf Empfehlung von Karl Hofer eine Professur für Malen und Zeichnen in der Abteilung Kunstpädagogik an der Berliner Hochschule für Bildende Künste inne. Seine künstlerische Tätigkeit setzt er bis zu seinem Tod fort.
Einen Teilnachlass besitzt heute die Berlinische Galerie.