Titel
Georg Meistermann
Beschreibung

* 16. Juni 1911 in Solingen; † 12. Juni 1990 in Köln
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Georg Meistermann hat zusammen mit Willi Baumeister und anderen Malern mit einem vielgestaltigen Werk die Kunst und die Kulturpolitik der Nachkriegszeit in der Bundesrepublik geprägt.
Meistermann beginnt 1932 ein Studium an der Düsseldorfer Kunstakademie. Die Nationalsozialisten ordnen 1933 seinen Studienabbruch an und diffamieren seine Kunst als „entartet“. Ab 1937 widmet er sich der Glasmalerei. Mit Glas- und Wandgestaltungen in Profan- und Sakralbauten, u. a. in der Berliner Kirche Maria Regina Martyrum, wird er bald europaweit bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg ist er mit freien Arbeiten auf der Biennale in Venedig (1950) und zweimal auf der documenta in Kassel (1955 und 1959) vertreten. Seitdem hat er einen Namen in der internationalen Kunstszene. Sein malerisches Interesse gilt der Farb- und Raumwirkung schwebender Felder. Indem er farbige Balken oder Striche als Schichtungen übereinandersetzt, stellt er neuartige Raumbezüge her. Nach Professuren am Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt/Main und an der Kunstakademie in Düsseldorf lehrt er von 1960 bis 1976 an der Kunstakademie Karlsruhe, wo u.a. Raimund Girke und Gotthard Graubner seine Schüler sind. Meistermann ist von 1967 bis 1972 Präsident des Deutschen Künstlerbundes. Er erhält zahlreiche hohe Auszeichnungen. 1990 wird er mit dem Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband für seine Lebensleistung geehrt.