Titel
Max Kaus
Beschreibung

* 11. März 1891 in Berlin; † 5. August 1977 in Berlin
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Max Kaus ist künstlerisch der zweiten Expressionisten-Generation zuzurechnen. Er besucht nach seiner Malerlehre die Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Berlin-Charlottenburg. 1913 mietet er ein eigenes Atelier. Während seines Kriegseinsatzes in Flandern lernt er 1916 Erich Heckel kennen, der sein Vorbild und Freund wird. 1919 findet in der Berliner Galerie Ferdinand Möller Kaus’ erste Einzelausstellung statt. Ab 1920 ist er Mitglied der Freien Secession und schließt Bekanntschaft mit Karl Schmidt-Rottluff und Otto Mueller. 1926 übernimmt er einen Lehrauftrag an der Meisterschule für das Kunsthandwerk in Berlin. Er erhält mehrere Preise und gehört zu den Künstlern, mit denen Heckel und Schmidt-Rottluff die „Brücke“ neu gründen wollen. Die Nationalsozialisten entfernen 1937 seine Bilder aus Ausstellungen und Museen. Ein Jahr später muss er seine 1935 begonnene Tätigkeit als Lehrer für figürliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst aus politischen Gründen aufgeben. Über 200 Bilder und sein grafisches Werk werden im Zweiten Weltkrieg zerstört. Von Juli 1945 bis 1968 unterrichtet Kaus an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. 1949 erhält er an dieser Lehrstätte eine Professur und wird 1953 stellvertretender Direktor. Nach seiner Emeritierung entsteht ein umfangreiches Spätwerk.