Titel
Ida Kerkovius
Beschreibung

* 31. August 1879 in Riga; † 8. Juni 1970 in Stuttgart
 
Deutsche Malerin und Bildweberin
 
Ida Kerkovius gehört zu den bedeutenden Künstlerinnen der klassischen Moderne in Deutschland.
Sie besucht in Riga die Stadttöchterschule und eine private Malschule. 1899 beendet sie ihre Ausbildung mit einem Diplom für die Lehrberechtigung im Fach Kunst. Nach einer Reise durch Italien wird sie 1903 kurzzeitig Schülerin von Adolf Hölzel und ab 1910 seine Meisterschülerin und Assistentin an der Stuttgarter Kunstakademie. Hölzels Persönlichkeit und Lehre beeinflussen wesentlich ihre künstlerische Entwicklung. Ab 1911 arbeitet sie als freischaffende Malerin in Stuttgart. 1920 tritt sie der Üecht-Gruppe bei, die 1919 in Stuttgart als Ortsvereinigung der Berliner Novembergruppe gegründet wird, und stellt auf deren „2. Herbstschau Neuer Kunst“ aus. Ab 1920 erlernt sie am Bauhaus in Weimar das Weben und besucht Kurse bei Itten, Klee sowie Kandinsky. 1924 kehrt sie nach Stuttgart zurück und wird Mitglied der Stuttgarter Secession. Beim Württembergischen Kunstverein hat sie 1930 ihre erste große Einzelausstellung. Während des Nationalsozialismus wird Ida Kerkovius mit Ausstellungsverbot belegt. Durch Lehrtätigkeit und Webarbeiten sichert sie sich ihren Lebensunterhalt. Auslandsreisen zwischen 1934 und 1939 regen sie zur Landschaftsmalerei an. Ein Bombenangriff im März 1944 auf Stuttgart vernichtet einen Großteil ihrer Arbeiten. Nach dem Krieg beginnt eine neue Schaffensperiode. Die von 1952 bis 1955 auf Ischia entstehenden Werke gehören zu ihren bedeutendsten Arbeiten.