Titel
Hannah Höch
Beschreibung

* 1. November 1889 in Gotha; † 31. Mai 1978 in Berlin
 
Deutsche Malerin, Grafikerin und Collagekünstlerin
 
Hannah Höch gehört zu den bedeutenden deutschen Künstlerinnen der klassischen Moderne. Sie ist die einzige Frau der Berliner DADA-Bewegung in den zwanziger Jahren. Durch die enge Freundschaft zu Raoul Hausmann – einer der Initiatoren des DADA in Berlin – findet sie Zugang zu dieser neuen künstlerischen Strömung. Im Kreis der Dadaisten trifft sie Grosz, Heartfield, Arp und Schwitters. 1919 wird sie Mitglied der Novembergruppe. Hannah Höch und Hausmann arbeiten als erste mit der zeitkritischen Fotomontage, die von der DADA-Bewegung entwickelt wurde. Hannah Höch ist Pazifistin. In der Zeit des NS-Regimes wird sie als „Kulturbolschewistin“ diffamiert. Zwischen 1936 und 1945 entstehen in der Zurückgezogenheit Blumen- und Pflanzenstillleben. Nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert sie sich beim kulturellen Wiederaufbau. 1946 beteiligt sie sich in der Berliner Galerie Gerd Rosen erstmals wieder an einer Ausstellung. 1948 präsentiert das Museum of Modern Art in New York Arbeiten von Hannah Höch in einer DADA-Retrospektive. Einzelausstellungen zeigen u.a. 1971 die Akademie der Künste und 1976 die Nationalgalerie in Berlin sowie das Musée d’Art Moderne der Stadt Paris.