Titel
Gabriel Pellon
Beschreibung

* 10. Februar 1900 in Metz (Lothringen); † 28. Dezember 1975 in München
 
Deutscher Maler und Filmarchitekt
 
Gabriel Pellons Bilder nehmen Bezug auf eine unvollkommene und rätselhafte Welt ohne existenzielle Sicherheit.
Pellon absolviert zunächst eine Lehre zum Theatermaler. Nach dem Ersten Weltkrieg flieht er mit seinem Vater aus der lothringischen Heimat nach Berlin. Hier verdient er sich als Theatermaler seinen Lebensunterhalt und beteiligt sich an der dadaistischen Bewegung. Er schafft eine Serie „magischer Blätter“. Einige dieser Arbeiten präsentiert er 1924 in einer Ausstellung der Novembergruppe sowie in der Großen Berliner Kunstausstellung, an der er erstmals 1923 teilnimmt. Mit Beginn der Hitlerdiktatur stellt er sein freies künstlerisches Schaffen ein und arbeitet bis 1945 ausschließlich als Filmarchitekt. 1944 wird bei einem Bombenangriff auf Berlin ein Großteil seines Werkes vernichtet. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitet Pellon in Westdeutschland weiterhin für den Spielfilm. Zu Beginn der fünfziger Jahre wendet er sich mit abstrakten Kompositionen wieder der Malerei zu. 1956 hat er in der Westberliner Galerie Springer eine Einzelausstellung. 1958 sowie 1960 ist er auf der 8. bzw. 10. Ausstellung des Deutschen Künstlerbundes vertreten. Die Galerie Carroll in München richtet 1966 eine Einzelausstellung für ihn aus. In den späten sechziger Jahren sind Pellons Bilder vom Surrealismus inspiriert.