Titel
Fritz Stuckenberg
Beschreibung

* 16. August 1881 in München; † 18. Mai 1944 in Horn bei Füssen (Oberbayern)
 
Deutscher Maler
 
Fritz (Friedrich Bernhard) Stuckenberg gehört zu den Wegbereitern der Klassischen Moderne.
Nach einer Lehre als Theatermaler studiert er ab 1903 an den Kunstakademien in Weimar und München. 1907 siedelt er nach Paris über, wo er ab 1909 in den berühmten französischen Salons ausstellt und Mitglied der Société de la Peinture Moderne wird. Im Herbst 1912 geht er nach Berlin. Hier lernt er Herwarth Walden und den Sturm-Kreis kennen. Gemeinsam mit Rudolf Bauer, Georg Schrimpf u.a. beteiligt er sich 1916 in der Sturm-Galerie an der Ausstellung „Der Sturm – deutsche Expressionisten“. 1919 tritt er der Berliner Novembergruppe bei. 1920 hat er zusammen mit Paul Klee und Johannes Molzahn eine Ausstellung im Kunstverein Jena und sechs Ausstellungen mit der Novembergruppe deutschlandweit. Auf Bitte von Walter Gropius liefert er 1921 eine Lithografie für die 3. Bauhaus-Mappe. Nach seiner ersten Einzelausstellung 1923 in Bremen zeigt er seine Werke in New York, Philadelphia, Moskau, Leningrad und Paris. Mit Marc Chagall und Otto Modersohn stellt er in der Galerie Herbert von Garvens in Hannover aus. 1928 und 1930 ist er auf der Großen Berliner Kunstausstellung sowie 1929 und 1931 bei der Juryfreien Kunstschau vertreten. In den folgenden Jahren gerät er in Isolation und sein Werk in Vergessenheit. Die nationalsozialistische Kulturpolitik schließt ihn von überregionalen Ausstellungen aus und diffamiert seine Kunst als „entartet“.
 
Seit 2008 werden „Meisterwerke der Sammlung Stuckenberg“ in der Städtischen Galerie Delmenhorst dauerhaft gezeigt.