Titel
Fritz Schaefler
Beschreibung

* 31. Dezember 1888 in Eschau im Spessart; † 24. April 1954 in Köln
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Fritz Schaefler ist ein Meister des Aquarells und der Eitempera-Malerei, durch die leuchtende Farben mit einer matten Oberfläche erzielt werden. Mit dem teilweise expressiven Einsatz der Farbe schafft er intensive Stimmungen.



Schaefler besucht ab 1908 die Königliche Kunstakademie in München. Mit der künstlerischen Verarbeitung seiner traumatischen Erlebnisse während des Ersten Weltkriegs an der Westfront reiht er sich erfolgreich in die Münchner Avantgarde ein. Von 1919 bis 1936 folgen regelmäßig Ausstellungen in bedeutenden Galerien (u.a. Thannhauser, Goltz, Commeter, Neumann), bei der Münchener und Berliner Secession und in namhaften deutschen Museen. Ende 1918 beteiligt sich der Künstler an der Münchner Revolution. Nach 1920 lässt er sich in Prien-Ernsdorf am Chiemsee nieder, wo in einer künstlerisch fruchtbaren Periode farbenfrohe Aquarelle und Gemälde entstehen. In den 1920er Jahren wird der jüdische Fabrikant Joseph Heymann aus Köln Förderer Schaeflers und Sammler seiner Werke. 1927 siedelt der Maler nach Köln über. Hier macht er vor allem mit angewandter Kunst auf sich aufmerksam. Die Nationalsozialisten zeigen 1937 Bilder von ihm in der Propagandaausstellung „Entartete Kunst“. Aufgrund der schlechten Auftragslage unterstützt Heymann Schaefler weiterhin. Als der Fabrikant 1937 nach England fliehen muss, hilft ihm Schaefler, seine Kunstsammlung ins Ausland zu bringen. Zur Sammlung gehören auch rund 80 Bilder von ihm selbst, die Flucht und Krieg überdauern. Nach 1945 schafft sich der Maler über Auftragsarbeiten (u.a. Ausstattung von Kirchen) und Lehrtätigkeit eine Existenzgrundlage.



Nach seinem Tod werden seine Werke weiterhin im In- und Ausland gezeigt. 2012 präsentiert das Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen wiederentdeckte Arbeiten des Künstlers und die Londoner Sammlung Heymann. Schaefler gehörte dem Deutschen Künstlerbund an.