Titel
Fritz Keller
Beschreibung

* 30. März 1915 in Rothenbach b. Glauchau; † 24. Mai 1994 in Bad Berka
 
Deutscher Maler
 
Fritz Keller gehört zu den Expressionisten der zweiten Generation. In fast fünf Jahrzehnten schafft er ein umfangreiches Werk, das von der Formensprache der Fauves, doch vor allem vom Expressionismus des „Blauen Reiter“ und der „Brücke“ beeinflusst ist. Keller ist auch ein Meister des Tierbildes.
 
Er absolviert von 1930 bis 1933 eine Lithografenlehre in Glauchau und besucht anschließend die Kunstgewerbliche Fachschule W. Weingärtner in Zwickau. Ab 1935 studiert er an der Staatlichen Akademie für grafische Künste und Buchgewerbe in Leipzig, bis er im November 1938 zum Militärdienst einberufen wird. Von 1941 bis 1943 kann er sein Studium fortsetzen. Er wird Meisterschüler bei Arno Drescher, der ab 1942 Direktor der Staatlichen Akademie ist. Seine erste Personalausstellung hat Keller im Dezember 1943 in Glauchau. Während seines Einsatzes im Zweiten Weltkrieg gerät er in englische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1948 zurückkehrt. Bis 1951 arbeitet er freischaffend als Maler. Danach ist er in finanziell abgesicherter Position bis 1976 als Kunsterzieher im Schuldienst in Glauchau tätig. Seine zu Ausstellungen eingereichten Bilder werden von offizieller Seite immer wieder ausjuriert. Keller lebt zurückgezogen, doch im engen Kontakt zu seinen Malerfreunden Heinz Tetzner und Gerhard Klampäckel. Ab 1975 zeigen u.a. Galerien in Karl-Marx-Stadt, Dresden, Zwickau, Berlin und Leipzig Bilder von Keller.