Titel
Erhard Hippold
Beschreibung

* 24. Januar 1909 in Wilkau; † 18. Juni 1972 in Bad Gottleuba
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Erhard Hippold besucht nach einer Lehre als Porzellanmaler von 1926 bis 1928 die kunstgewerbliche Abteilung der Vereinigten Technischen Schulen in Zwickau. Seine künstlerische Ausbildung setzt er anschließend in Dresden an der Kunstgewerbeakademie bei Carl Rade und ab 1931 an der Kunstakademie fort, wo er 1932/33 Meisterschüler von Max Feldbauer ist. Während des Studiums nimmt er bei Otto Dix an den so genannten Abendakten teil. Durch den Verismus von Dix und die sozialen Nöte der eigenen Familie während der Weltwirtschaftskrise findet Hippold zu einer sozialkritischen Haltung und zum Expressiven Realismus. Zu Beginn der dreißiger Jahre entstehen für die Darstellung von Stadtlandschaften und Porträts erstmals Radierungen. 1933 muss er aus politischen Gründen die Akademie verlassen und arbeitet bis zur Einberufung zum Militärdienst 1939 freischaffend. 1934 beginnt eine künstlerisch fruchtbare Freundschaft zum Maler Carl Lohse.
 
Nach der Rückkehr aus englischer Kriegsgefangenschaft lebt Hippold ab 1945 mit seiner Frau, der Malerin und Grafikerin Gussy Hippold-Ahnert, freischaffend in Radebeul. 1949 nimmt er in Dresden an der 2. Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung teil. Angeregt durch Hermann Glöckner, befasst sich Hippold neben seinem realistischen Schaffen auch mit abstrakten Formen. In den fünfziger und sechziger Jahren entstehende konstruktivistische Arbeiten werden 1974 erstmals in der Dresdner Kunstausstellung Kühl gezeigt.