Titel
Christian Rohlfs
Beschreibung

* 22. Dezember 1849 in Niendorf/Holstein, † 8. Januar 1938 in Hagen
 
Deutscher Maler und Grafiker
 
Christian Rohlfs ist ein Solitär in der Malerei der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Seine Arbeiten spannen einen Bogen von der Freilichtmalerei bis zum Spätexpressionismus. Obwohl sein künstlerisches Talent sehr früh erkannt wird, kann er aufgrund gesundheitlicher Probleme sein Studium an der Großherzoglichen Kunstschule in Weimar erst 1884 beenden. Bis 1901 arbeitet er freiberuflich in Weimar. Auf Einladung von Karl Ernst Osthaus übersiedelt er nach Hagen und bekommt auch hier ein Freiatelier. In dieser Zeit studiert er die Bilder der Impressionisten und Neoimpressionisten. Er macht die Bekanntschaft mit Emil Nolde. Rohlfs bleibt in Verbindung zu avantgardistischen Strömungen. Ab 1910 widmet er sich dem Holzschnitt und nähert sich expressionistischen Bildideen. Der Erste Weltkrieg führt zu einer radikal neuen Themenstellung, die sich in biblischen Motiven ausdrückt. Ab 1918 wächst die künstlerische Anerkennung. Rohlfs wird in den folgenden Jahren ein Meister der modernen Aquarellmalerei. 1925 macht ihn eine Ausstellung in der Berliner Nationalgalerie berühmt. Nach Machtergreifung der Nationalsozialisten gilt seine Kunst als „entartet“. Er wird aus der Preußischen Akademie der Künste ausgeschlossen, offiziell am 7. Januar 1938, einen Tag vor seinem Tod. Er stirbt in seinem Hagener Atelier, wo im letzten Schaffensjahr trotz Malverbots über 130 Bilder entstehen.