Titel
Armin Mueller-Stahl
Beschreibung

* 17. Dezember 1930 in Tilsit (Ostpreußen)
 
Deutscher Schauspieler, Maler, Grafiker, Musiker und Schriftsteller
 
Armin Mueller-Stahl wächst in einer kunstliebenden Familie auf, die 1938 aus Ostpreußen nach Prenzlau übersiedelt. Nach dem erfolgreichen Abschluss seines Musikstudiums 1949 in Berlin, wendet er sich der Schauspielerei zu und erhält 1952 sein erstes festes Engagement am Berliner Ensemble. Seine Karriere beim Film beginnt acht Jahre später. Bald ist Mueller-Stahl in der DDR der populärste und meistbeschäftigte Film- und Fernsehschauspieler. Gemeinsam mit anderen prominenten Künstlern unterzeichnet er 1976 den offenen Brief gegen die Ausbürgerung des Lyrikers und Liedermachers Wolf Biermann aus der DDR. Als er daraufhin kaum noch Rollenangebote erhält, schreibt er seine Autobiografie. 1980 wird sein Antrag auf Ausreise nach West-Berlin genehmigt.
 
In der BRD gelingt es dem Schauspieler in kurzer Zeit, an seine Erfolge anzuknüpfen. Bekannte Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge, Andrzej Wajda oder Patrice Chéreau engagieren ihn für ihre Filme. Ab Ende der 1980er Jahre steht er auch in Hollywood vor der Kamera. Trotz seines Erfolgs in den USA, wo er bald der beliebteste deutsche Schauspieler ist, übernimmt er weiterhin Rollen in Deutschland. 1990 und 1997 wird Mueller-Stahl für den Oscar nominiert. 2008 wird Armin Mueller-Stahl mit dem Großen Bundesverdienstkreuz mit Stern geehrt.
 
Dass er seit sechzig Jahren malt und zeichnet erfährt die Öffentlichkeit erstmals 2001 durch eine Ausstellung seiner Bilder im Filmmuseum Potsdam, der inzwischen zahlreiche Präsentationen in deutschen Städten gefolgt sind. Über sein bildkünstlerisches Schaffen sagt der vielseitig begabte Künstler: „Beim Zeichnen ist man selbst der Regisseur. Es gibt keine Verbote, und man hat alle Freiheiten.“ Zu seinen Arbeiten aus dem Jahr 2017 gehört die Gemälde-Serie „Shakespeares Mädchen und Frauen“, die auf den gleichnamigen Text von Heinrich Heine zurückgeht. Erstmals werden einige Originale der Serie in der Salongalerie „Die Möwe“ ausgestellt.