Fell · Feder · Flosse

Tiere sind für Maler und Bildhauer über alle Zeiten hinweg ein faszinierendes Motiv. Die Salongalerie „Die Möwe“ widmet sich in ihrer Ausstellung „Fell · Feder · Flosse“ vom 30. September bis 21. Dezember 2017 der Tierdarstellung in Malerei, Grafik und Skulptur. Zu sehen sind u.a. ausdrucksvolle Tierbilder aus dem Nachlass von Fritz Keller (1915-1994), einem Expressionisten der zweiten Generation, sowie von Martin Stekker (1878-1962), dessen Werk ebenso wie das Schaffen Kellers erst vor wenigen Jahren wiederentdeckt wurde. Auch für Josef Hegenbarth, Curt Lahs und Gerhard Marcks war, wie ihre Bilder beweisen, das Tier das seelenvolle Gegenüber des Menschen.
 
Dass für den Bildhauer August Gaul (1869-1921) Tiere zum wichtigsten, ja fast ausschließlichen Gegenstand seiner Kunst wurden, hat mit einer Dauerfreikarte für den Berliner Zoo zu tun, die er 1890 gewann. Fortan malte und zeichnete er intensiv vor den Tiergehegen. Heute gehört August Gaul zu den bedeutendsten deutschen Tierbildhauern der frühen Moderne. Unsere Ausstellung zeigt einen Bären und einen Elefanten von seiner Hand. August Gaul gab einer ganzen Bildhauergeneration entscheidende Impulse. Ebenso wie er hielt auch Renée Sintenis (1888-1965) in ihren Plastiken die Schönheit, Dynamik und Lockerheit der freien Bewegung fest. Auch für Philipp Harth (1885-1968), dem 1925 der Durchbruch als Tierbildhauer gelang, ist August Gaul das große Vorbild. Die Skulpturen „Giraffe” und „Esel” sind charakteristisch für Harths bildhauerisches Vorgehen. Das von ihm genau studierte Naturvorbild findet eine behutsame Übersetzung in die plastische Form.
 
Neben den Bildern und Skulpturen der hier genannten Künstler zeugen auch die Arbeiten weiterer Maler und Bildhauer – in realistischen oder abstrahierenden Darstellungen – von der Würde und Schönheit der Tiere.
 
Vernissage: 29. September 2017, 18.00 Uhr
Die Kunsthistorikerin Frau Dr. Miriam-Esther Owesle wird in die Ausstellung einführen.
 

Fritz Keller | Drei Rehe | 1980er Jahre | verso Nachlassstempel | 75,5 x 99,5
Fritz Keller | Drei Rehe | 1980er Jahre | verso Nachlassstempel | 75,5 x 99,5

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